Die schmale Taille

Warum haben junge Frauen meist eine ausgeprägte Taille und warum wird diese als schön und erotisch anziehend empfunden?

Die Taille der Frau ergibt sich teilweise deshalb, weil das weibliche Becken relativ breit ist und auch sein soll, denn hier soll sich ein gesunder Embryo entwickeln und eine Geburt soll mit möglichst wenig Risiko verbunden sein (nachdem sich der Vorfahre des Menschen aufgerichtet hatte, wurde die Geburt problematischer. Deshalb war es notwendig, dass sich das Becken veränderte).

Wenn ein Mann eine Frau mit ausgeprägter Taille begehrt, dann gibt es hierzu eine einleuchtende Erklärung. Wenn die Taille sehr schmal ist, kann ein Mann eine Schwangerschaft meist frühzeitiger erkennen als bei einer Frau mit wenig oder fehlender Taille. Deshalb empfand bzw. empfindet ein Mann während der Steinzeit als auch in heutiger Zeit eine Frau mit schmaler bzw. ausgeprägter Taille als schön und begehrenswert. Aus denselben Gründen sollte der Bauch flach sein, da es für den Mann wichtig ist, dass das Risiko einer bereits vorhandenen Schwangerschaft möglichst gering ist, wenn er sie auswählt.

Dieses Risiko besteht besonders dann, wenn er nicht weiß woher sie kommt. Auch wenn er mit einer Frau schon länger zusammen ist, konnte und kann er sich (bzw. die Natur in ihm) gut orientieren, inwieweit ein starkes Begehren sinnvoll ist.

Die Frauen verlieren in der Ehe und mit zunehmendem Alter häufig ihre schmale Taille. In der Ehe ist die Taille nicht mehr so notwendig, weil die meisten Männer davon ausgehen können, dass, wenn seine Frau schwanger ist, das Kind von ihm ist. Selbst wenn die Frau an körperlicher Attraktivität verliert, wird ihr Mann trotzdem häufig genug mit ihr Geschlechtsverkehr haben und Kinder zeugen.

Eine junge Frau, die mit ausgeprägter Taille einen Mann anlocken könnte, ist möglicherweise etwas fruchtbarer als eine Frau ohne Taille (dies nimmt man an, weil einer Studie entsprechend bei Frauen mit ausgeprägter Taille mehr weibliche Sexualhormone festgestellt wurden). Dies macht Sinn, denn vor allem Frauen ohne Taille hatten in der Steinzeit oftmals noch andere Aufgaben als fruchtbar zu sein (darüber zu einem anderen Zeitpunkt mehr).

Es gab und gibt für die Frau auch Situationen, in denen eine Taille nicht immer von Vorteil war. Falls eine Frau einen Mann suchte, wenn sie bereits schwanger war, so konnte es von Vorteil sein, wenn sie die Schwangerschaft nicht zu früh zeigte und dies war mit weniger oder einer fehlenden Taille leichter möglich. Unter verschiedenen weiteren Gründen, über die ich später berichten werde, dürfte dies ein Argument sein, warum viele Frauen wenig oder keine Taille haben bzw. diese Frauen nicht ausselektiert wurden, obwohl eine Frau mit einer wenig ausgeprägten Taille für einen Mann weniger attraktiv und sexuell anziehend wirkte und dies gilt auch heute noch. Frauen und Männer haben genetisch oft unterschiedliche Interessen, wie auch das Beispiel der sexuellen Treue bzw. Untreue zeigt.

Einen weiterer Vorteil hatte eine Frau mit wenig oder keiner Taille und einem schmalen Becken, wenn sich diese Frau während der Steinzeit in der Natur bewegte, und nicht so leicht als Frau erkannt wurde. Denn Frauen mit wenig Taille haben meist auch kleinere Brüste und sie liefen in der Vergangenheit weniger Gefahr, von einem fremden Mann, der durch die Gegend streifte, vergewaltigt zu werden. Selbst wenn sie als Frau erkannt wurde, weckte sie in einem Mann weniger Begehren und das Risiko einer Vergewaltigung war geringer.

Außerdem kann eine Frau mit wenig ausgeprägter Taille, so meine Beobachtung, meist schneller laufen, zumindest solange sie nicht zu dick ist und dies war in früheren Zeiten eher selten der Fall.

Wenn eine Frau nach einer Vergewaltigung ein Kind bekam, dann hatte sie nicht die Möglichkeit, den Mann auf seinen genetischen Wert zu prüfen und auszuwählen. Denn damals war das Risiko wahrscheinlich groß, dass ein Mann, der auf Grund seines geringen Ansehens von anderen Frauen abgelehnt wurde, bzw. genetisch wenig begehrt wurde, dazu neigte, eine Frau, die er zufällig antraf, zu vergewaltigen. Eine vergewaltigte Frau lief zudem in der Steinzeit Gefahr, von Ihrem Mann verstoßen zu werden, wenn er dies erfahren sollte und dies hatte für eine schwangere Frau meist drastische Folgen. Wenn eine Frau ein Kind bekam, obwohl sie noch keinen Mann hatte oder den Mann zum Beispiel durch Tod verlor oder verstoßen wurde, dann hatte sie oft Niemanden, der für sie und das Kind sorgen konnte. Und auch dies war in der Steinzeit eine katastrophale Situation. So war es unter Umständen nicht immer günstig, auf Männer zu sehr sexuell attraktiv zu wirken.

Frauen mit wenig oder keiner Taille, die vielleicht auch etwas weniger fruchtbar waren, haben im Schnitt, so meine Beobachtung, oft eine andere Wesensstruktur als Frauen mit deutlich ausgeprägter Taille. Diese andere Wesensstruktur deutet darauf hin, dass viele dieser Frauen besondere Aufgaben erfüllen konnten und sollten (über die besonderen Aufgaben zu einem späteren Zeitpunkt mehr, denn dieses Thema ist sehr komplex und umfangreich).

Wenn Frauen mit Taille alleine im Wald meist mehr Angst haben, wie ich wiederholt beobachten konnte, dann erscheint dies aufgrund dieser Überlegungen verständlich.
Von weiteren Überlegungen, weshalb Frauen mit wenig oder fehlender Taille trotz geringerer Attraktivität häufig vertreten sind und nicht ausselektiert wurden, werde ich wegen der Komplexität ebenfalls zu einem anderen Zeitpunkt berichten.